Ebenholz aus Madagaskar (Afrika)
(Diospyros perrieri) (englisch: Ebony, französisch: Ébenè) Jeder kennt das schwarze Ebenholz aus dem Märchen von Schneewittchen. Das schönste und kostbarste Ebenholz wächst in Afrika. Deshalb verarbeiten wir Ebenholz aus Madagaskar. Dort ist es von Natur aus rabenschwarz ohne sichtbare Jahresringe, eine absolute Seltenheit unter den Hölzern. Es hat eine Dichte von ca. 1,25 und es gibt kaum ein Holz, das härter ist. Von daher ist die Verarbeitung sehr aufwendig und schwierig. Ebenholzbäume können je nach Gattung 15-30m hoch werden. |
Rosenholz aus Bahia (Brasilien)
(Dalbergia decipularis) (englisch: Tulipwood, französisch: Bois de Rose) Rosenholz stammt nicht etwa von unseren Rosenarten, wie manche Leute meinen, sondern ist ein subtropischer Laubbaum, der bei der frischen Verarbeitung einen rosenähnlichen Duft versprüht. Die Bäume werden bis zu 10m hoch. Es ist mit einer Dichte von ca. 1,1 ein sehr hartes Instrumentenholz. Nur das Bahia-Rosenholz mit der rötlichen Färbung ist ECHTES Rosenholz und nur dieses schwer zu beschaffende und teure Holz verarbeiten wir in unserer Manufaktur. Anmerkung: |
Veilchenholz aus Brasilien
(Dalbergia cearensis) (englisch: Kingwood, französisch: Bois de Violette) Auch das Veilchenholz (oder Königsholz genannt) hat nichts mit irgendeiner unserer heimischen Veilchensorten zu tun. Es stammt aus der gleichen Gattung wie Rosenholz, Palisander, Cocobolo und Grenadill und hat einen Farbton ähnlich wie Kakao, mit dunklen linienförmigen Maserungen. Dieses kostbare Instrumentenholz wird wie Rosenholz ca. 10m hoch, ist aber noch feinporiger und mit einer Dichte von ca. 1,15 noch etwas härter. Es wächst nur in einem kleinen Gebiet in Nordost- Brasilien. Der Name Königsholz (Kingwood) soll sich von einem alten Privileg der Stammeskönige ableiten, über ein alleiniges Handelsrecht zu verfügen. Veilchenholz ist ein "uraltes" bzw. typisches Holz von Holz & Stein, also keine Neuentdeckung. Wir haben schon vor mehr als 20 Jahren Stricknadeln aus Veilchenholz hergestellt und sie nach einer langen Pause wieder in unser Sortiment aufgenommen. Sie sind nicht nur aufgrund ihrer Eigenschaften eine ideale Ergänzung, sondern runden auch unser Programm bei den Knöpfen und Broschen ab, die es immer schon in allen drei Holzarten bei uns gab.
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Für Ungeübte und Feststricker kann die Umstellung auf Hartholz eine kleine Weile dauern. Es ist wie mit dem neuen Auto, man muss sich erst an andere Eigenschaften gewöhnen. Während dieser Zeit werden die Nadeln oft zu stark verbogen. Besonders, wenn man das von Bambus gewohnt war oder sehr fest strickt, kann es passieren, dass man schon mal eine Nadel überdehnt und zerbricht. Also, in der Übergangsphase etwas vorsichtiger als gewohnt mit den Hölzern umgehen. Es ist einfacher, mit Rosenholz zu beginnen, dann Veilchenholz, zuletzt Ebenholz. Sie werden schnell ein Gefühl für das neue Material bekommen und überbiegen es nicht mehr. Später werden Sie die Vorzüge dieser Hölzer nicht mehr missen wollen und lieber in Kauf nehmen, mal eine zerbrochene Nadel zu ersetzen.
Oft ist bei einem Bruch aber ein Malheur der Grund: jemand setzt sich auf die Nadel, Kinder, Hunde oder Katzen entdecken sie als Spielzeug oder man verliert sie ganz einfach im Bus.
Deshalb bieten wir jetzt bei den Nadelspielen eine neue Variante an, und zwar das "Set 5+1", also ein Spiel mit 5 Nadeln und einer Ersatznadel.
Für welches der Hölzer man sich entscheiden soll, ist mehr eine Frage der persönlichen Vorliebe. Bis auf zwei Ausnahmen sind die Unterschiede eher gering.
Der erste Unterschied liegt im Farbton. Unser afrikanisches Ebenholz ist tiefschwarz. Wer Probleme mit den Augen hat und dunkle Wolle verstricken will, sollte besser Rosenholz nehmen. Das ist das hellste der drei Hölzer.
Ein weiterer Unterschied ist die Härte. Ebenholz zählt zu den härtesten Hölzern der Welt und ist daher etwas weniger elastisch. Wer als Stricker bisher die stark biegsamen Bambusnadeln gewohnt war, sollte bei den dünnen Stärken anfänglich besser mit Rosenholz stricken, bis ein Gefühl für das neue Material entstanden ist.
Dazu kommt, dass die Instrumentenhölzer sehr dicht gewachsen sind und daher eine sehr glatte Oberfläche haben. Die Farbe hat es also zusätzlich schwerer, darauf dauerhaft zu halten.
Im Gegensatz zu unserem Tampondruck gibt es zwar eine andere Form des Druckens, nämlich den Prägedruck, der ist aber bei den Strickern nicht besonders beliebt. Der Druck wird in das Holz gestanzt. Dadurch bildet die Oberfläche keine einheitliche Kontur mehr, was beim Stricken eher unangenehm ist. Aber auch dieser Druck hält nicht dauerhaft, wohl aber die Unebenheit der Stanzung.
Der Verband VDH vergibt Holzeinschlags-Konzessionen nur nach strengen Richtlinien. Hierzu zählen eine ökologische Nutzungsplanung, eine waldschonende Einschlagstechnik und eine sorgfältige Organisation des Abtransportes. Die Areale in Afrika und Brasilien sind so riesig, dass die bereits genutzten Gebiete wieder Nachwuchs liefern, ehe die entlegesten Winkel aufgesucht werden müssten.
Die Instrumentenindustrie ist prozentual gesehen eine verschwindend kleine Holzbranche, die daran interessiert ist, auch noch in hunderten von Jahren ihre Instrumente verkaufen zu können und achtet deswegen besonders sorgfältig auf die Nachhaltigkeit.