Thema Tropenholz

Gegen die Verwendung von tropischen Hölzern bestehen oft Bedenken. Auch wir sind da kritisch und kaufen nur Holz aus behördlich überwachten Beständen.  Holz & Stein ist ein angemeldeter, anerkannter und autorisierter Betrieb für Instrumentenhölzer. Alle unsere Bestände wurden von der Naturschutzbehörde BfN kontrolliert und als legale Holzbestände bestätigt.• Wir sind beim Bundesamt für Naturschutz unter der Nummer 6372 registriert. Nach Möglichkeit verarbeiten wir Resthölzer aus der Musikinstrumentenbranche. Es fallen viele Abmessungen an, die für Musikinstrumente zu klein oder zu zahlreich sind. Daher entstand 1981 die Idee, aus diesen kleinen Abmessungen Stricknadeln, Knöpfe und Schmuck herzustellen. Die Instrumentenbranche gehört dem Bundesverband VDH an, der ausschließlich nach dem Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft arbeitet. Der Verband vergibt Holzeinschlags-Konzessionen nur nach strengen Richtlinien. Hierzu zählen eine ökologische Nutzungsplanung, eine waldschonende Einschlagstechnik und eine sorgältige Organisation des Abtransportes.

Als Alternative bzw. Ergänzung zu den Tropenhölzern bieten wir europäisches Olivenholz und Birnbaumholz an.

Veilchenholz

Veilchenholz hat nichts mit irgendeiner unserer heimischen Veilchensorten zu tun. Es stammt aus der gleichen Gattung wie Rosenholz, Palisander, Cocobolo und Grenadill. Es hat einen Farbton ähnlich wie Kakao, mit linienförmigen Maserungen, sowie eine Dichte von ca. 1,15. Es wächst nur in Nordost-Brasilien. Es wird auch Königsholz / Kingwood genannt. Der Name soll sich nach einer Legende von einem alten Privileg der Stammeskönige ableiten, über ein alleiniges Handelsrecht zu verfügen.

Ebenholz

Jeder kennt das schwarze Ebenholz aus dem Märchen von Schneewittchen. Es wächst in Ostindien und Afrika. Während es im asiatischen Raum schwarzbraun strukturiert ist, wächst es nur in Afrika rabenschwarz, eine absolute Seltenheit unter den Hölzern. Ebenholz kann bis zu 30 m hoch werden und ist ohne sichtbare Jahresringe. Es gibt kaum ein Holz, das härter ist. Von daher ist die Verarbeitung sehr aufwendig.

Rosenholz

Unter Rosenholz versteht man die rötliche Gattung aus der Familie der Dalbergia-Gewächse, das nur in Bahia / Brasilien wächst. Andere Arten aus dieser Familie mit der Bezeichnung „Rosewood“ sind kein Rosenholz, sondern meist braunes Palisander. Der englische Sprachgebrauch umfasst eine viel größere Anzahl an Holzarten, was dann leicht zu Verwechslungen führt. Rosenholz wird ca. 10m hoch, hat eine Dichte von ca. 1,1 und zählt zu den härtesten Hölzern. Es hat eine lange Faserstruktur, wodurch es etwas biegsamer ist im Vergleich zu anderen Hölzern gleicher Dichte. Die Farbtöne umfassen ein Spektrum von sehr hell bis dunkelrot; sogar cremefarben ist möglich bei den Übergängen vom Kernholz zum Splintholz, was dann besonders reizvoll aussieht und begehrt ist. Die Maserung variiert von schwach strukturierter bis zu sehr lebendiger Textur. Durch diese schönen Farbspiele hat es viele Anhänger.

Rosenholz  steht auf der Cites-Liste der schützenswerten Hölzer und ist wegen der Knappheit schwierig und zu hohen Rohstoffpreisen zu beschaffen, so dass wir es wegen der begrenzten Mengen nur noch in kleinen limitierten Serien fertigen. Wegen der hohen Auflagen des Bundesamtes für Naturschutz und der hohen Ausfuhrgebühren außerhalb der EU, liefern wir es nur innerhalb der Europäischen Union.

Birnbaumholz

Das Holz stammt aus dem Dreiländereck Frankreich-Schweiz- Deutschland.
Dieses wertvolle europäische Hartholz zeichnet sich durch eine sehr feine, farblich gleichmäßige und fast porenlose Faserstruktur aus mit einer Dichte von ca. 0,75. Es erhält bei der Verarbeitung durch einen Dämpfungs-vorgang seinen besonders schönen Farbton, von hautfarben bis rosébraun. Neben der Verwendung als Instrumentenholz, besonders im Flötenbau, wird es auch für den Innenausbau, Möbelbau und für Vertäfelungen benötigt.

Olivenholz

Europäisches Olivenholz kommt vorrangig aus Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien. Olivenholz ist sehr langsam wachsend und zählt mit seiner Feinporigkeit und hohen Dichte von 0,9 bis 1,0 zu den härtesten Hölzern Europas. Es wird zu Blasinstrumenten, Bürsten, Brettchen, Schüsseln und anderen Küchengeräten verarbeitet.  Olivenholz ist meist von dunklen Adern durchzogen und der Faserverlauf ist unregelmäßig bis wechseldrehwüchsig. Deshalb bieten wir dieses Holz ab Stärke 3,5 mm an. Wegen seiner feinporigen Faserstruktur erhält es eine äußerst geschlossene glatte Oberfläche, die nach dem Endschliff seidig-matt glänzt.

Amarello

Amarello wird auch als brasilianischer Buchsbaum bezeichnet. Dieses  wirtschaftlich sehr wichtige Holz ist in Südamerika weit verbreitet und wird für vielfältige Zwecke verwendet, für Musikinstrumente, aber auch für Messergriffe, Stifte, Bodenbeläge, feine Möbel und für den Bootsbau. Die Bäume werden höher als 40 m. Das Holz hat eine hohe Dichte von 1,1 sowie eine feine Struktur mit winzigen Poren, was zu einem natürlichen Glanz führt. Die Färbung des Amarelloholzes liegt zwischen blassgelb und goldgelb. Seine hellgelbe Farbe gibt ihm ein besonderes Aussehen und hat Ähnlichkeit mit Zitronenholz.

Satiné

Satiné ist in Südamerika weitverbreitet. Die Bäume erreichen eine Größe von 10 m bis 40 m. Das dunkelrote Holz zeichnet sich durch eine außerordentliche Härte und Biegefestigkeit aus mit einer Dichte von rund 1,1 5. Satiné wird verwendet für Möbel, Intarsien, Drechselwaren und für verschiedenste Musikinstrumente wie Trommelstöcke, Orgelpfeifen, Violinbögen und Xylophone. Bei der Bearbeitung verströmt Satiné einen feinen Duft. Wegen seiner feinporigen Faserstruktur erhält es eine äußerst geschlossene glatte Oberfläche, die nach dem Endschliff natürlich seidig glänzt. Abschließend wird es mit reinen Naturölen und -wachsen geschützt und nochmals poliert. Auf alle giftigen Substanzen, wie Lacke und Laminate, wird konsequent verzichtet.

Pink Ivory

Dieser immergrüne Laubbaum mit essbaren Früchten wächst in Südafrika auf landwirtschaftlichen Flächen, an Waldrändern, in felsigen Gegenden und an Flüssen. Elfenbeinholz zählt zu den kostbarsten Hölzern der Welt. Eine alte Sage berichtet, dass dieses Holz bei den Zulus das „Königliche Holz“ genannt wurde, da es nur dem Häuptling und seinen Söhnen erlaubt war, dieses Holz zu besitzen. Darauf stand sogar die Todesstrafe. Seinen Namen „Pink Ivory“ hat es aufgrund seiner rosa-beige-bräunlichen Farbtöne erhalten und seiner enormen Härte mit einer Dichte über 1. Es hat nicht die lebhaften Maserungen wie Rosenholz oder Veilchenholz, sondern eher ein Farbspiel. Man kann sagen, dass jede Nadel eine andere Farbnuance hat. Es wird nur für kostbare Möbel, Musik-Instrumente und Luxusartikel verwendet. Nach dem Endschliff erhalten die Nadeln eine wunderschöne, äußerst glatte Oberfläche, da das Holz eine sehr feine Porenstruktur hat. Durch den längeren Faserverlauf ist das Holz trotz seiner Härte in der Lage, auch starkes Verbiegen beim Stricken hinzunehmen. Es lässt sich gut in die alte Form zurückbiegen.

Schlangenholz

Schlangenholz zählt zu den kostbarsten und teuersten Hölzern der Welt, absolut ausgefallen und luxuriös. Es wächst in Mittel- und Südamerika, von Brasilien bis Mexico. Schlangenholz hat rötlichbraune Färbungen. Die Maserungen fallen naturgemäß unterschiedlich aus. Teilweise ist das Holz ohne Maserung, teilweise mit leichter hellerer Maserung und andere Teile wiederum sind mit wunderschöner starker dunkler Maserung, die an Schlangenhaut erinnert. Die starke Maserung, wie auf dem Foto, ist natürlich die teuerste Variante, da sie nur etwa 25% des Rohholzes ausmacht und stark begehrt ist. Es ist extrem hart, noch etwas mehr als Ebenholz, mit einer Dichte zwischen 1,35 und 1,5. Es wird für kostbare Möbel, Musikinstrumente und Luxusartikel verwendet.

Bein

Häkelnadeln aus Bein waren Standard vor hundert Jahren und sind heute nicht mehr zu finden. Als Material verwenden wir argentinische Rinderknochen, die aufwendig entfettet und gebleicht wurden. Dadurch verlieren sie ihren Gelbstich. Da die Knochen ein Innenmark besitzen, lassen sich nur die Knochenwände nutzen. Bein ist äußerst hart und schwer mit einer Dichte von 2. Die Oberfläche ist feinporig und lässt sich äußerst glatt schleifen. Tierknochen gehören zusammen mit Holz und Stein zu den ältesten Rohstoffen, die der Mensch für die Herstellung von Werkzeugen und Geräten wie Nadeln und Ahlen nutzte. Durch den Kunststoff weitgehend ersetzt, werden heute hauptsächlich noch Knöpfe, Perlen, Schmuck, Haarnadeln, Kämme und Griffe gefertigt. Die Abmessungen der Knochen sind in Stärke und Länge sehr begrenzt. Daher lassen sich keine Rundnadeln oder Nadelspiele anfertigen und Nadelstärken sind nur bis 4,0 mm möglich.

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